Die BIVA-Messung verstehen

Entwickelt für Patienten mit abnormalem Flüssigkeitshaushalt
Bei der traditionellen BIA wird für die Berechnung auf den Standard-Körperwasseranteil zurückgegriffen – bei Personen mit abnormalem Körperwasseranteil (wie z. B. Dialysepatienten) treten jedoch viel häufiger Messfehler in den Vorhersagegleichungen auf.
Da BIVA direkte Messungen der Reaktanz (Xc) und des Widerstands (R) zur Beurteilung des Hydratations- und Zellstatus verwendet, können medizinische Fachkräfte ein vorläufiges Screening durchführen und Veränderungen des Körperwassers verfolgen, selbst bei Personen mit „abnormaler“ Hydratation, wodurch die Zuverlässigkeit von BIA im klinischen Einsatz erhöht wird.
Gesundheitszustand auf zellulärer Ebene beurteilen
Mangelernährung kann auch bei übergewichtigen Personen auftreten, ist aber anhand herkömmlicher Körperzusammensetzungsparameter wie Muskel- und Fettmasse oft schwer festzustellen. Nutzen Sie BIVA zur direkten Beurteilung der Zellgesundheit und damit zur Untersuchung von Personen unabhängig vom Körpertyp!

So funktioniert es
BIVA vergleicht die gemessenen Widerstands- (R) und Reaktanzwerte (Xc) des Probanden mit denen gesunder Probanden gleichen Geschlechts, Alters und gleicher ethnischer Zugehörigkeit. Dadurch lassen sich Veränderungen des Zellstatus verfolgen und feststellen, ob die Ergebnisse des Probanden auffällig abweichen.
Anleitung zur Verwendung
Die drei Ellipsen entsprechen den Ergebnissen der Vergleichsgruppe. 95 % der Die Ergebnisse der Personen liegen innerhalb der äußeren Ellipse, 75 % innerhalb der zweiten Ellipse und 50 % innerhalb der innersten Ellipse. Anders ausgedrückt: Je weiter der Messpunkt vom äußeren Bereich entfernt ist, desto abweichender sind die Ergebnisse. Beobachten Sie, ob sich der Messpunkt im Laufe der Zeit verändert, um Trends zu erkennen!

* Piccoli et al. Eine neue Methode zur Überwachung von Körperflüssigkeitsveränderungen mittels Bioimpedanzanalyse: der RXc-Graph. Kidney Int 1994; 46(2): 534-539

