Wie erhalte ich die genaueste BIA-Messung?

Professionelle Geräte zur bioelektrischen Impedanzanalyse (BIA) sind schnelle, kostengünstige und zuverlässige Instrumente zur Messung und Verfolgung wichtiger Körperzusammensetzungsparameter wie Körperwasser, Fett, Muskelmasse und Zellgesundheit. Wie jedes Präzisionsinstrument in medizinischer Qualität müssen sie korrekt angewendet werden, um verlässliche Ergebnisse zu liefern!
Kann man ein BIA-Gerät austricksen, um Ergebnisse zu erzielen, die „besser“ aussehen, als sie in Wirklichkeit sind? Natürlich! Stellen Sie sich ein Fitnessstudio vor, das einen „Fettverbrennungswettbewerb“ veranstaltet, bei dem es darum geht, welches Mitglied innerhalb von sechs Wochen am meisten Körperfett verloren hat. Jemand könnte versuchen, sein Ausgangsgewicht zu erhöhen (indem er vor der Messung viel Wasser trinkt oder während der Messung schwere Kleidung trägt), um am Ende leichter eine große Veränderung vorweisen zu können und den Wettbewerb zu gewinnen!
Wenn Sie während der Messung einen dicken Mantel tragen, kann das Gerät dann einen höheren Körperfettanteil feststellen? Möglicherweise! Die Bioimpedanzanalyse (BIA) analysiert Ihr Alter, Gewicht, Ihre Größe, Ihre Impedanz und weitere Faktoren. Wenn zwei Personen die gleiche Impedanz und andere Messwerte aufweisen, eine Person aber 5 kg schwerer ist, könnte das Gerät bei der schwereren Person einen höheren Körperfettanteil berechnen. Ebenso kann das Gerät, wenn Sie vor der Messung einen Liter Wasser trinken (bitte nicht nachmachen!), dieses zusätzliche Gewicht fälschlicherweise als Fett interpretieren, da unser Körper große Mengen Wasser nicht so schnell effektiv aufnehmen kann. Daher hat dies keinen Einfluss auf Ihre tatsächliche Körperzusammensetzung.
Was kann da noch schiefgehen? Nach sechs Wochen kommen die Mitglieder für eine zweite Messung ins Fitnessstudio, um zu sehen, wer am meisten Fett verbrannt hat. Einen Tag vor der Messung beschließt man, nichts mehr zu essen und zu trinken, um weniger zu wiegen – und vielleicht zeigt das Gerät ja einen niedrigeren Körperfettanteil an! Das ist durchaus möglich, da das Gewicht ein wichtiger Faktor für die Berechnung der Körperzusammensetzung ist. Allerdings kann Dehydrierung die Messung beeinflussen und den berechneten Körperfettanteil sogar erhöhen!
Grundsätzlich sind BIA-Geräte für eine bestimmte Verwendung konzipiert: Man muss sie unbedingtdürfenSie können sich zwar selbst täuschen, um sich besser zu fühlen, aber letztendlich zählen Ihre tatsächlichen Ergebnisse, und die erreichen Sie am besten durch korrektes Messen. Hier sind einige wichtige Tipps dazu!
Da die BIA die elektrische Impedanz im Körper analysiert, können Aktivitäten, die die Impedanz beeinflussen (z. B. Schwitzen, Dehydrierung, erhöhte Durchblutung), wie etwa ein intensives Training, dazu führen, dass die Messergebnisse vorübergehend ungenauer werden.
Essen und Trinken erhöhen vorübergehend das Körpergewicht und beeinflussen somit die Analyseergebnisse. Für genaueste Ergebnisse sollten BIA-Messungen im nüchternen Zustand (z. B. vor dem Frühstück) durchgeführt werden [1].
Extreme Temperaturen (sowohl Hitze als auch Kälte) können vorübergehende physiologische Veränderungen hervorrufen (Zittern und Schwitzen sind bekannte Beispiele). Für optimale Ergebnisse sollten Messungen bei Raumtemperatur (24–28 °C) durchgeführt werden.
Schuhe und Socken können den elektrischen Stromfluss stören, was zu ungenauen oder in manchen Fällen sogar unmöglichen Messungen führt.
Eine ungenaue Eingabe der Körpergröße beeinflusst die Schätzung der Körperzusammensetzung. Zwei Personen mit jeweils 100 kg Körpergewicht können sehr unterschiedliche Körpertypen haben, wenn eine Person 150 cm und die andere 200 cm groß ist! Da die Körpergröße stark mit der Arm- und Beinlänge korreliert, muss das Gerät Ihre Körpergröße kennen, um genaue Ergebnisse zu berechnen.
Wir hoffen, dass Ihnen dies hilft, optimale BIA-Messergebnisse zu erzielen! Bei Fragen können Sie sich jederzeit an uns wenden!
[1] R. Gallagher, M. Walker, Karen & K. O'Dea. Der Einfluss eines Frühstücks auf die Beurteilung der Körperzusammensetzung mittels bioelektrischer Impedanzanalyse. European Journal of Clinical Nutrition. 52. 94-97. 10.1038/sj.ejcn.1600520., 1998.

