Warum der Körperfettanteil nicht die ganze Geschichte erzählt

Die Messung und Überwachung des Körperfettanteils ist eine wichtige Methode zur Beurteilung der Gesundheit. Man sollte jedoch bedenken, dass der Körperfettanteil (Körperfettanteil / PBF) nicht unbedingt die gesamte Aussagekraft über die Körperzusammensetzung und den allgemeinen Gesundheitszustand besitzt!
 
1. Nach wochenlangem Training bleibt Ihr Körperfettanteil gleich – oder steigt sogar an.
Das ist eine typische Geschichte. Man beginnt ein Fitnessprogramm im Fitnessstudio und trainiert hart, drei- bis viermal pro Woche eine Stunde lang. Im Spiegel sieht man vielleicht leichte Verbesserungen, aber wenn man den Körperfettanteil misst, stellt man fest, dass er gleich geblieben oder sogar gestiegen ist! Was ist passiert?
Vorausgesetzt, Sie haben sich richtig ernährt und trainiert, haben Sie wahrscheinlich an Gewicht zugenommen. In diesem Fall hat sich sowohl die Muskelmasse als auch die Fettmasse erhöht. Ein Kalorienüberschuss wird für den Muskelaufbau empfohlen, und es ist normal, dass Sie in dieser Zeit neben Muskeln auch etwas Fett zunehmen – dies wird gemeinhin als „Masseaufbau“ bezeichnet und ist eine gängige und empfohlene Methode, um Muskeln aufzubauen.
 
 
2. Das Gewicht nimmt ab, aber der Körperfettanteil bleibt gleich – oder steigt.
Um Gewicht zu verlieren, muss man in der Regel die Kalorienzufuhr reduzieren, sodass man täglich mehr Energie verbraucht als man zu sich nimmt. Die meisten Menschen durchlaufen diese Phase nach dem Abschluss ihrer Aufbauphase, um das überschüssige Körperfett wieder loszuwerden, das sie während des Muskelaufbaus angesammelt haben.
 
Wenn Ihr Körperfettanteil trotz Gewichtsverlust jedoch ungefähr gleich geblieben ist, liegt das daran, dass Sie gleichzeitig Muskelmasse verlieren.
 
Es ist fast unvermeidlich, dass man beim Kalorienreduktion und Gewichtsverlust neben Fett auch etwas Muskelmasse verliert. Um die hart erarbeiteten Muskelzuwächse nicht zu verlieren, ist es jedoch wichtig, auf eine ausreichende Nährstoffzufuhr (z. B. Protein, auch bei reduzierter Kohlenhydratzufuhr) zu achten und das Training auf einem bestimmten Niveau fortzusetzen.
 
 
3. Der Körperfettanteil ist normal, aber Gewicht und BMI sind niedrig.
Wenn Ihr Körperfettanteil normal ist, Ihr Gewicht und Ihr BMI aber auffallend niedrig sind, dann ist der Grund einfach: Sie haben nicht genügend Muskelmasse!
Obwohl die gesundheitlichen Risiken von Fettleibigkeit oder starkem Übergewicht hinlänglich bekannt sind, kann auch starkes Untergewicht mit gesundheitlichen Risiken verbunden sein, selbst wenn der Körperfettanteil relativ normal ist!
 
Es ist zwar weit verbreitet, dass schlanke Menschen automatisch gesünder sind als Menschen mit Übergewicht, doch unzureichende Muskelmasse ist ein häufiges Problem bei Untergewichtigen, was letztendlich zu verschiedenen anderen Gesundheitsproblemen wie Sarkopenie führen kann!
 
Bei normalem Körperfettanteil, aber niedrigem Gewicht empfehlen wir, den Skelettmuskelindex (SMI) bzw. den Index der appendikulären Skelettmuskulatur (ASMI) zu überprüfen und mit den Grenzwerten für Sarkopenie zu vergleichen. Liegt der Wert unter dem Grenzwert, ist die Muskelmasse wahrscheinlich zu gering und muss erhöht werden!
 
 
4. Der Körperfettanteil ist normal, und die Muskelmasse ist hoch – aber die Muskulatur ist unausgewogen.
Wenn Ihr Gerät neben der Körperfettmessung auch Muskelmessungen ermöglicht, ist das eine Verbesserung gegenüber herkömmlichen Körperfettwaagen, da Sie so feststellen können, ob Ihre Muskelmasse zu gering ist, und die oben genannten Nachteile vermeiden können.
 
Allerdings spielt auch die Verteilung der Muskulatur eine Rolle. Tatsächlich ist es überraschend häufig, dass der Oberkörper im Vergleich zum Unterkörper stärker entwickelt ist oder ein deutliches Ungleichgewicht zwischen linker und rechter Körperhälfte besteht, was das Verletzungsrisiko erhöhen kann.
Im obigen Beispiel sehen wir, dass das Verhältnis von Muskelmasse zu Fett bei dieser Person insgesamt recht gut ist, mit einer überdurchschnittlich hohen Skelettmuskelmasse und einem gesunden Körperfettanteil. Betrachtet man jedoch die segmentalen Ergebnisse, so ist der Oberkörper im Vergleich zum Unterkörper deutlich stärker entwickelt.
 
 
Zusammenfassung
Letztendlich ist der Körperfettanteil zwar ein wichtiger Indikator, aber nur eine Momentaufnahme des allgemeinen Gesundheitszustands, und sich ausschließlich darauf zu verlassen, kann zu einem unvollständigen oder sogar irreführenden Verständnis führen.
 
Wenn Sie Zugang zu einem Ganzkörperanalysator wie dem MA601 haben, der segmentale Fett- und Muskelanalysen durchführt, erhalten Sie dadurch wichtige Zusatzinformationen, die Ihnen helfen, Ihren Körper und Ihren Gesundheitszustand genauer zu verstehen!