Spielt der Zeitpunkt der Messung eine Rolle?

Zeit

Die Messrichtlinien für Geräte zur bioelektrischen Impedanzanalyse (BIA) empfehlen stets, die Messung möglichst zur gleichen Tageszeit durchzuführen. Warum ist das so, und macht es tatsächlich einen relevanten Unterschied?
 
Indieser Artikel In einer im European Journal of Clinical Nutrition veröffentlichten Studie untersuchten Forscher die Probanden alle drei Stunden (9:00, 12:00, 15:00 und 18:00 Uhr). Die bioelektrische Impedanzmessung erfolgte mit einer Frequenz von 50 kHz, einer der gängigsten Messfrequenzen aufgrund ihrer Stabilität und weiten Verbreitung. Es wurden drei verschiedene Impedanzmessungen (Z) durchgeführt: Hand-zu-Hand (ZH-H), Fuß-zu-Fuß (ZF-F) und Hand-zu-Fuß (ZH-F).
 
Die Forscher standardisierten das Messprotokoll, um den Einfluss von Variablen zu reduzieren, wie beispielsweise die Gabe des Frühstücks vor 7 Uhr und des Mittagessens nach der Messung um 12 Uhr. Das Körpergewicht schwankte im Laufe des Tages dennoch leicht, was zu erwarten war.
Bioelektrische Impedanz
 
Die Hand-zu-Hand-Impedanz (ZH-H) stieg im Laufe des Tages an, während die Fuß-zu-Fuß-Impedanz (ZF-F) entgegengesetzt abnahm. Die Hand-zu-Fuß-Impedanz (ZH-F) blieb relativ stabil.
 
Was könnten die Gründe für dieses Phänomen sein?
 
Ein möglicher Grund könnte die allmähliche Veränderung der Körperwasserverteilung vom Ober- zum Unterkörper aufgrund der Schwerkraft sein. Bei der Verwendung eines Fuß-zu-Fuß-BIA-Geräts (wie es bei den meisten Consumer-Modellen üblich ist) ist dieser Impedanzunterschied deutlicher wahrnehmbar als bei einem professionellen Ganzkörper-BIA-Gerät mit segmentaler Messung. Da professionelle Geräte jedoch auch Hand-zu-Hand- und Fuß-zu-Fuß-Impedanzmessungen nutzen, ist es dennoch wichtig, die Messzeit so konstant wie möglich zu halten, um den Einfluss auf die Berechnung der Körperzusammensetzung zu minimieren.