Die Bedeutung der Körperzusammensetzungsanalyse für die Dialyse

Jede Dialysesitzung ist ein sorgfältiger Versuch, überschüssige Flüssigkeit und Abfallstoffe zu entfernen. Doch allzu oft ist das einzige Werkzeug zur Messung des Erfolgs eine einfache Waage. Während eine Waage Ihnen Ihr Gesamtgewicht anzeigt, kann sie nicht zwischen Muskeln, Fett und der für Dialysepatienten wichtigsten kritischen Komponente unterscheiden: Wasser. Aus diesem Grund rüsten immer mehr Dialysezentren auf BIA-Körperzusammensetzungsanalysatoren auf! Ein schneller, sicherer und nicht-invasiver Scan geht über eine einzelne Zahl hinaus und ermöglicht einen präziseren Blick auf die Gesundheit des Patienten.
Warum auf einen Körperzusammensetzungsanalysator umsteigen?
Das Gewicht von Dialysepatienten schwankt täglich; ein paar zusätzliche Kilogramm auf der Waage können alles Mögliche bedeuten – von einer großen Mahlzeit bis hin zu einer gefährlichen Flüssigkeitsansammlung. Sich ausschließlich auf das Gewicht zu verlassen, kann zu Verwirrung und Rätselraten führen und möglicherweise eine Flüssigkeitsüberladung maskieren, die zu schwerwiegenden Komplikationen wie Bluthochdruck und Herzproblemen führen kann.
Hier sind fortschrittliche Körperzusammensetzungsanalysatoren wie der Charder MA601 und MA801 von großer Bedeutung, da sie eine Bewertung der beiden entscheidenden Arten von Körperwasser ermöglichen.
Die Schlüsselmetrik: Der Ödem-Index (ECW/ICW)
Die wertvollste Erkenntnis, die Körperzusammensetzungsanalysatoren für die Dialyse liefern, ist der „Ödem-Index“. Diese Metrik ist das Verhältnis von extrazellulärem Wasser (ECW) zu intrazellulärem Wasser (ICW) und wird berechnet, indem das ECW durch das Gesamtkörperwasser (TBW) geteilt wird.

Intrazelluläre Wasser (ICW): Das Wasser, das sich innerhalb der Körperzellen befindet. Dies ist gesundes, funktionelles Wasser.
Extrazelluläre Wasser (ECW): Das Wasser außerhalb Ihrer Zellen. Hier kommt es im Allgemeinen zur Flüssigkeitsansammlung oder zum Ödem.
In einem gesunden Körper ist der Ödem-Index im Allgemeinen zwischen 0,36 und 0,39 stabil. Bei Dialysepatienten überschreitet der Ödem-Index jedoch typischerweise 0,39, was ein wichtiger Indikator für eine Flüssigkeitsüberladung ist, selbst wenn die Waage keine signifikante Gewichtszunahme anzeigt.
Wie der Ödem-Index in der Dialyseversorgung eingesetzt wird
Diese eine Metrik liefert sowohl Ärzten als auch Patienten aussagekräftige und verwertbare Informationen und hilft Ärzten, das „Trockengewicht“ des Patienten genau zu bestimmen – das ideale Gewicht, bei dem die gesamte überschüssige Flüssigkeit entfernt wurde, ohne dass eine Dehydrierung eintritt. Diese Präzision ermöglicht es Ärzten, Dialysevorschriften zu optimieren und gefährliche Flüssigkeitsüberladung oder Dehydrierung zu verhindern, wodurch eine schätzungsweise „ungefähre“ Situation in einen gezielteren, wissenschaftlicheren Prozess umgewandelt wird.
Das größere Bild
Während das Flüssigkeitsmanagement ein Hauptanliegen ist, bietet die Körperzusammensetzungsanalyse Dialysepatienten weitere wichtige Erkenntnisse. Der Scan misst auch die Muskelmasse und das Körperfett (Funktionen können je nach Marke variieren)! Die regelmäßige Überwachung dieser Werte hilft dabei:
Muskelverlust vorzubeugen: Dialyse kann zu Muskelschwund und Sarkopenie führen. Die Verfolgung der Muskelmasse ermöglicht es Patienten und Ärzten, Ernährung und Bewegung proaktiv anzupassen, um Kraft und Lebensqualität zu erhalten.
Ernährung zu überwachen: Veränderungen des Körperfetts und der Muskelmasse bieten einen umfassenden Überblick über den allgemeinen Ernährungszustand, detaillierter, als es das Gewicht könnte.
Letztendlich liefert der Schritt über die Waage hinaus und die Nutzung der Körperzusammensetzungsanalyse allen Beteiligten ein vollständigeres und genaueres Bild. Sie verwandelt eine einzelne, oft irreführende Zahl in ein leistungsstarkes, vielschichtiges Werkzeug für ein besseres Gesundheitsmanagement.
Wenn Ihre Klinik auf einen Körperzusammensetzungsanalysator umsteigen möchte, wenden Sie sich bitte bei Fragen an Charder!